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Loslassen

Loslassen

Loslassen, kommen lassen und gut sein lassen!
Verzeihe dir Selbst!

© 2018 by Robert Jordan

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Wir sollen immer verzeihen,
dem Reuigen um seinetwillen,
dem Reuelosen um unsertwillen.

Marie von Ebner-Eschenbach

„Loslassen!“

Es gibt so einige Dinge, einige Menschen, manche Haltungen und viele Gefühle die du erlebt hast, die du einfach loslassen darfst und im Grunde genommen sogar loslassen musst – weil sie dich daran hindern dein eigenes bestes Leben zu leben! Du alleine hast das Sagen!

Verwende deine eigene Macht, indem du dir folgende Frage stellst:

„Was hilft es mir, wenn ich an dieser Haltung, dieser Wut, diesem Mangel an Vergebung, diesem Groll oder dieser negativen Emotion festhalte?“

Höre jetzt auf diesem „Gespenst“ zu ermöglichen, dir deinen Seelenfrieden, dein Glück und dein Wohlgefühl zu stehlen.

Lasse es los, damit du dich entwickeln und ebenfalls erfolgreich sein kannst.

Entscheide dich jetzt ganz bewusst, alles loszuwerden, was deiner nicht würdig ist und was nicht deine höchsten und besten Gedanken erfüllt.

„Einfacher gesagt als getan“. Wirst du dir jetzt denken. Es erfordert Arbeit und die störenden Gefühle müssen dir bewusst werden. Kein Mensch oder Sache ist es Wert, dass du deine Freude am Leben und deine Gesundheit dafür opferst. Es gibt viele Möglichkeiten um lachen, Glücksgefühle und Liebe in dein alltägliches Leben einzubauen.

Werfe diesen Rucksack über Bord, der deine Beziehungen und persönliche Freude beeinträchtigen könnte. Telefoniere mit jemand dem du Verzeihen möchtest und sage ihr oder ihm ein paar nette Worte. Sei niemals wütend. Niemals! Das bringt dich nur auf die dunkle Seite und zieht dich nach unten.

Sieh mit Liebe und verzeih.
Du bist auch nicht fehlerfrei!
Denk daran, wie oft im Leben
hat man dir wohl schon vergeben.

Unbekannt

Verzeihung oder Vergebung entschuldigt nicht ein Verhalten. Vergebung verhindert jedoch, dass schlechtes Verhalten dein Herz und dein Leben zerstört.

Vergib jedem, der dir Schmerzen oder Leid angetan hat. Denke immer daran, die Vergebung ist für dich. Vergeben heißt nicht vergessen. Es bedeutet sich zu erinnern ohne hineingezogen zu werden.

Es befreit deine Macht, heilt deinen Körper, Verstand und Geist.

Vergebung verschafft dir einen friedlichen Ort, trotz der Dinge die dir passiert sind. Vergiss aber nicht auch dir selbst zu vergeben. Das erschafft einen Ort der Autonomie, gibt dir innere Stärke und Gelassenheit.

Bestätige dir hier und jetzt selbst:

„Ich bin jetzt frei. Frieden, Liebe und Harmonie
sind in mir und um mich herum.“

Es gibt immer einen besseren Pfad. Außerdem gibt es jederzeit, wenn auch hinter dem Vorhang von Raum und Zeit, ein Heer von Entitäten, die nur darauf warten dir zu helfen! Dein Wort zu befolgen.  Nur wenn du nicht wütend bist, sonst bleiben sie auf Abstand. Und worüber du auch immer wütend hättest sein können, lass es los. Das führt zu deiner Macht und deiner Erleuchtung.

Im 49. Vers des Tao Te Ching beschreibt Lao Tzu das Verhalten des Weisen:

„Diejenigen, die gut sind, behandelt er gut.
Diejenigen, die schlecht sind, behandelt er auch gut,
weil es in seiner Natur ist gut zu sein.“

Der Weise behandelt alle mit Güte, weil er selbst gütig ist. Er lebt in Harmonie mit dem All. Und das All beinhaltet ja bekanntlich alles. „Das All ist in allem und alles ist im All!“ Er liebt jeden, einschließlich sich selbst, wie sein eigenes Kind. Der Weise hat nichts zu vergeben, weil er nicht urteilt. Seine Liebe ist universell und existiert jenseits von Kritik, Feindseligkeit, Wut und Beurteilung.

Wenn du etwas Verletzendes getan hast, was auch immer es gewesen ist, wen auch immer es getroffen hat – einen Freund beleidigt, einen Kollegen lächerlich gemacht oder deinen Partner angelogen hast,– dann hilft „es zuvergessen“ oder „das Buch zu schließen“ gar nichts. Das zu glauben wäre höchst naiv, wenn nicht sogar unethisch. Schande, Trauer und Selbstvorwürfe sind vielleicht angebracht, nachdem du jemandem etwas Schlechtes getan hast. Aber es ist weder gesund noch produktiv, für immer an diesen Gefühlen festzuhalten.

Egal ob die andere Person dir verzeiht oder nicht.

Kannst du dir selbst verzeihen?

Selbstvergebung heißt nicht deine Schuld oder deine Verantwortung zu vermeiden. Bei der Selbstvergebung geht es darum dir selbst zu erlauben voran zu kommen, nachdem du deinen Fehler eingesehen hast und dein Denkbarstes versucht hast, es wiedergutzumachen.

Es gibt viele verschiedene Techniken die dir helfen an dein Ziel zu kommen. Hier eine davon: „Die Sedona-Methode“

Dies sind die vier einfachen Fragen:

1. Können Sie dieses Gefühl in diesem Moment akzeptieren?

2. Könnten Sie dieses Gefühl jetzt loslassen – nur für diesen Moment?

3. Würden Sie dieses Gefühl loslassen?

4. Wann?

Das klingt erst mal recht einfach. Hier eine genauere Beschreibung der einzelnen Fragen.

Zu Frage 1: Können Sie dieses Gefühl in diesem Moment akzeptieren?

Gegen eigene Gefühle kann man nicht gewinnen. Sie zu unterdrücken, zu bekämpfen, oder gar ausreden zu wollen – all das funktioniert nicht. Im Gegenteil, meist wird das unangenehme Gefühl nur stärker. Wie bei der Aufforderung, jetzt bloß nicht an eine rote Katze zu denken.

Das Interessante an dieser Frage ist jedoch, dass es völlig egal ist, was du antwortest.

Wichtig ist jedoch, dass du ehrlich zu dir selbst bist. Und dass du spontan antwortest, also nicht lange nach der richtigen Antwort suchst.

Vielleicht ist das Gefühl so übermächtig, dass du gar nicht anders kannst als es zu akzeptieren. Oder es handelt sich um einen körperlichen Schmerz und du weißt, dass du ihn jetzt einfach ertragen musst. Allerdings: Es gibt kein Muss. Natürlich darfst du dich auch weigern, dieses Gefühl zu akzeptieren.

Zu Frage 2: Und könnten Sie dieses Gefühl jetzt loslassen – nur für diesen Moment?

Auch eine raffinierte Frage. Du wirst ja nicht aufgefordert, das Gefühl loszulassen. Die Frage zielt vielmehr auf deine Wahlfreiheit, die du in diesem Moment hast, aber erfahrungsgemäß nicht so erlebst.

Wieder spielt es keine Rolle, ob du mit „ja“, „nein“ oder „vielleicht“ antwortest. Nur spontan, ohne lange Kopfarbeit, sollte es sein.

Wirklich wichtig ist es, das wahrgenommene Gefühl genauso zu spüren. Du könntest dazu neigen, dies einfach nur mit dem „Kopf“ zu tun. Doch ist es leichter und viel besser, wenn du zu dem Gefühl die passenden Körperempfindungen spüren kannst. Hitze im Gesicht, Knoten im Hals, Druck auf der Brust usw. Diese Körperempfindungen kannst du auch leichter loslassen als weitläufige Begriffe wie Wut, Ärger oder Angst.

Loslassen geschieht jedoch nicht so einfach über einen Befehl. Es macht wenig Sinn, zu einem anderen oder zu sich selbst zu sagen: „Lass endlich los!“ Genau aus diesem Grund ist hier der indirekte Weg so wertvoll. Das sanfte Andeuten, dass es eineOption sein könnte loszulassen, macht eher den Weg frei zu jener Fähigkeit, die du auch besitzt.

Zu Frage 3: Würden Sie dieses Gefühl loslassen?

Wieder ehrlich und spontan antworten. Du kannst die Frage bejahen oder verneinen. Deine Gefühle zu akzeptieren ist ein Teil des Loslassens. Ablehnung und Negierung halten die Gefühle fest und zementieren sie nur noch.

Diese Frage zielt darauf, was du willst. Nicht darauf, was du kannst. Denn oft erlebt man ja quälende Gefühle und denkt: „Ich will sie los sein, kann aber nicht.“

Loslassen hat meist seinen eigenen Rhythmus. Manchmal geht es sehr schnell, manchmal braucht es mehrere Sitzungen mit mehreren Durchläufen an aufeinander folgenden Tagen. Habe deshalb Geduld. Schon das Beschäftigen mit dem Gefühl und den vier Fragen verändert etwas in dir.

Und dann kommt die vierte Frage.

Zu Frage 4: Wann? Wann würden Sie das Gefühl loslassen?

Veränderung geschieht nicht, indem du dir etwas vormachst. Sei also ehrlich zu dir selbst und antworte spontan auf diese Frage. Es spielt auch bei dieser Frage keine Rolle, was du antwortest: Jetzt! Gestern! Morgenvielleicht? Nie!!!

Die Frage zielt darauf ab, dich ins Hier und Jetztzu bringen. Sie lässt ahnen, dass Veränderung möglich ist. Du kannst auch anders. Du könntest auch loslassen. Wann würdest du gerne loslassen?

Antwortest du darauf mit „Übermorgen“ oder „Wenn ich mal Zeit dazu habe“, hast du damit schon zugestimmt, dass du loslassen möchtest –und loslassen kannst. Bravo!

Wenn du jetzt den Prozess der vier Fragen durchlaufen hast, spürst du vielleicht jetzt schon eine kleine Veränderung. Aber am besten ist es, wenn du dir diese vier Fragen immer wieder stellst bis du dir sicher bist und die Freiheit fühlen kannst.

Die Sedona-Methodeist nicht auf Gefühle beschränkt.

Du kannst genauso gut unangenehme Gedanken, limitierende Überzeugungen oder bedrängende Phantasien damit loslassen. Vermutlich wirkt die Methode auch dann, weil natürlich Gedanken, Einstellungen oder Phantasien auch mit Gefühlenverbunden sind.

Warum funktioniert die Methode, wo sie doch so simpel klingt? Ich denke, Sie ermöglicht genau das, was einem, wenn man ein Problem hat, schwer zugänglich ist.

  • Sie bringt Sie in Kontakt mit sich selbst.
  • Sie schafft eine Distanz zum Problem oder dem Gefühl.
  • Sie schafft inneren Raum
  • Sie führt uns in den gegenwärtigen Moment.
Loslassen
Schöpferisches Bewusstsein

Schöpferisches Bewusstsein

Die Welt ist Wandlungsprozess.
Alles fließt und verändert sich.
Wenn man krampfhaft an überholten Formen festhält,
dann kostet es viel Kraft, die in anderen Lebensbereichen dann fehlt.
Lasse die Bindung von vergangenen Situationen und Beziehungen los.

Dies beginnt damit, dass du dich auch von alten Gegenständen löst.
Fangen Sie damit an, Dinge die Sie nicht mehr brauchen wegzugeben oder zu entsorgen. Räumen Sie ihren Schrank, Schreibtisch oder Keller aus.
Überlegen Sie was Sie wirklich noch brauchen und was nicht. Wie fühlt es sich an? (Nachdem Sie es erledigt haben!)
In einem nächsten Schritt könnten Sie Gedanken die Sie nicht mehr brauchen „entsorgen“.
Veränderung

Veränderung

Wenn du dich beschwerst, machst du dich selbst zum Opfer. Verlasse die Situation, ändere die Situation oder akzeptiere sie. Alles andere ist Irrsinn.

~ Eckhart Tolle